Vom Maß der Unmöglichkeit

 

In all diesen Wortsammlungen geht es um ein wunderwunderbares warmes, mich völlig erfüllendes und überfließendes Gefühl von Lebendigkeit, Liebe und Freude, das durch dogmatische Engherzigkeit in den Dreck gezogen wird und dadurch auch in mir in sein Gegenteil  verkehrt (pervertiert) und zu tiefem Leid wird.


Wem?


dies
sagen

Wem?


dies
offenbaren

dies


brustzersplitternde
Sehnen
nach dem
leuchtenden
Grün
dies

er
zerbrechlichen
vergehenden
Augenblickchen

vollkommenster

Anmut


In der Tiefe

des dunklen

Gewebes

fand ich euch letzt

 

endlich

 

Die weißen Wagen

haben nun neuen

Schrecken

der Abgrund

des kalten

Alls

wieder nähergerückt.

Tiefer denn je.

 

Alles nur Ersatz.

 

Denn:

Nichts davon ist wahr.

Nichts davon ist Haut.

 

Kein Schmetterlingsblatt.

Keine Bundesgrenze.

Kein Honighauch.

Keine Höhlen.

Nur Kälte.

Furcht.

Gier.

N°9


Plan:

Dein Antlitz

hinaustragen

hinter die Dünen

vorbei an

sowjetischen Toten

hinein ins Geflecht

nordwestlich des Wassers.

Und dort

einen Ort

erwählen

um Dich zu betrachten,

meine müd gewordnen

Linsen geschärft,

Dich in Gänze herbeihalluzinierend,

im offenen Traum die Dezimeter überwindend das Vibrieren zelltief berauschend fühlend taumelig Dich befreiend aufnehmend verlorengehend durch Dich und Dein Stürmen die Lärme und Kriege und Lügen und Lücken und das Vergehen und Fürchten ausspeiend alzheimernd fliehend & fliegend entleert enddrückt entschuldet einen letzten Kuss auf Deine wieder papiernen Lippen

flüsternd

zurückbleibend

 

frei für etwa 8 Sekunden.


Lösch das Spinnentor!

Zerbrich den zerrenden Spiegel!

Kappe die Zufuhr in die Tiefe!

Und sprich Dich!

Und handle Dich!

Berichte den Winden!


Jeder Halbtonschritt
abwärts
jeder erstmalige
Schößling
wird Schnitte setzen

dazwischen

herzzerreissende
UND
seelenbelüftende



voraussichtlich


Wohin auch immer

michmeine                                                                                                                            

unbremsbaren

Schädelstürme

michmeine

Gedankenwinde

 

z    e    r    r    e    n     r    e    i    s    s    e    n     w    i    r    b    e    l    n   

 

Im Auge ruhst immer                                                                                                                          

Du


dieser

körper

 

berührt

den anderen

 

körper

 

berührt

körperlich diesen

 

körper

 

berührt

geistigfühligherzlich

 

den anderen

 

körper

 

dernicht

 

DIESER

körper

 

ist


Ich

kann es kaum erwarten

und

fürchte nichts mehr

als den Moment

in dem das

Runde kantig

in dem das

Glatte rissig

in dem das

Süße salzig

in dem das

Luftige erdig

in dem das

Wunder beliebig

in dem das

Spiel ernst

in dem das

Weite beengt

sein wird.


Dadurch

dass    nicht

sondern

immer     fast

weil Gespinst

lässts alles

Greifige

schmecken wie

Schwamm


Langsam verschwinden lassen

Dich

und all die

Andern.

 

In mir

ein einziges

Heulen

Klagen

als sei

ein zweiter

dritter

xter

Vollmond

am

Himmel

gewachsen

 

Tieftiefer

als bei

den wahrhaften

Toden

 

Denn:

Dies Sterben lassen

ist ja ein

Sterben lassen müssen

des

Höchst

Lebendigen


Dich noch einmal

sehen

& dem Schmerz

& der Freude

nachfühlen

.

.

Sah Dich

Sprach nicht

Deine ewige

grüne Hose

die Erinnerung

Deiner Morgenhaut

in den Rändern

meiner Fingernägel